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Wir stehen am Beginn einer neuen Ära. Die Weltwirtschaft durchläuft eine Phase tiefgreifender struktureller Veränderungen. Traditionelle politische Rahmenbedingungen werden zunehmend von neuen Wachstums- und Volatilitätsfaktoren abgelöst. In Zukunft dürften vier langfristige Kräfte die wichtigsten Anlagethemen und Marktchancen bestimmen.
- Trotz bereits rekordhoher Defizite ist mit einem weiteren deutlichen Anstieg der Schuldenquoten in Relation zum BIP zu rechnen. Höhere Haushaltsdefizite führen zu höheren Laufzeitprämien und einer ausgeprägteren Zinsvolatilität am längeren Ende der Kurve. Die Staatsausgaben tragen zur Stabilisierung von Beschäftigung und Nachfrage bei, obwohl sich die Inflation in den USA als zäher erweist, während sie sich in der Eurozone ihrem Zielwert nähert.
- Die weltweite Handelspolitik ist protektionistischer geworden. Das führt zu einer höheren Volatilität. Außerdem bringt es größere Wachstumsrisiken und das Risiko eines stärkeren Inflationsdrucks mit sich. Handelsbarrieren beschleunigen jedoch auch die Diversifizierung der Lieferketten und die regionale Fertigung und schaffen Chancen für inländische Hersteller und Nearshoring. Längerfristig können breit angelegte Zölle das Handelsvolumen reduzieren und die Inputkosten in die Höhe treiben. Sie können das Produktivitäts- und BIP-Wachstum dämpfen und ein schwächeres reales Lohnwachstum zur Folge haben.
- Demografische Entwicklungen und die Migrationspolitik verändern das Arbeitskräfteangebot grundlegend. Alternde Bevölkerungen und eine restriktive Einwanderungspolitik führen zu Engpässen am Arbeitsmarkt und einem entsprechend höheren Lohndruck. Das langsamere Wachstum der Erwerbsbevölkerung dürfte das BIP-Wachstum in den nächsten zehn Jahren bremsen. Dem entgegen stehen Investitionen in künstliche Intelligenz (KI) und Automatisierung, gestützt durch einen anhaltend hohen Bedarf an Gesundheits- und Technologieinfrastruktur.
- Durch die beschleunigten Investitionen der Unternehmen in Rechenzentrumsinfrastruktur, Halbleiter und Automatisierung geht der KI-getriebene Produktivitätssuperzyklus von der Hype- in die Umsetzungsphase über. IWF-Analysen zufolge wird KI bis zu 60 % der Jobs in den Industrieländern verändern. KI-nahe Branchen haben sich zu einem wesentlichen Treiber des Warenhandels, des Strombedarfs und der Unternehmensmargen entwickelt. Trotz der weiterhin relativ hohen Realzinsen könnten Produktivitätssteigerungen zu einem mittelfristig deutlich höheren Wirtschaftswachstum und anhaltend soliden Unternehmensgewinnen führen.
In diesem Umfeld können Anleger mit einem flexiblen Ansatz, Diversifikation und einer langfristigen Perspektive von neuen Chancen profitieren.
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