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Makroausblick

Fünf Gründe für eine Wette auf Europa

Laura Cooper
Head of Macro Credit and Global Investment Strategist
Drei Lehren aus den jüngsten Entscheidungen der Zentralbank hero

Das wachsende Vertrauen in die Wirkung der staatlichen Ausgabenprogramme lässt die Zweifel an einer Rückkehr der europäischen Wirtschaft auf einen nachhaltigen Wachstumskurs schwinden.

1. Europas fiskalische Impulse sind real

Nach einem verhaltenen Jahr 2025 zeichnen sich für 2026 in Deutschland deutlich stärkere fiskalische Impulse ab. Die höheren Ausgaben für Infrastruktur und Verteidigung zeigen bereits erste Spillover-Effekte in der Erholung des verarbeitenden Gewerbes und steigenden Rüstungsaufträgen.

Im Jahr 2025 blieben die schuldenfinanzierten Ausgaben insgesamt hinter dem Plan zurück. Mit der Lockerung der Beschränkungen stiegen sie im vierten Quartal jedoch stark an. Im September wurde der Bundeshaushalt für 2026 verabschiedet, im Oktober trat das Gesetz zur Ausgestaltung des 500 Milliarden Euro schweren Sondervermögens für Infrastruktur in Kraft. Die diesjährige Investitionsoffensive verändert den Ausblick grundlegend. Für 2026 sind Programmausgaben von rund 37 Milliarden Euro geplant, nach Mittelabflüssen von 24 Milliarden Euro im Jahr 2025. Der Verteidigungsetat ist nicht gedeckelt und die Rüstungsausgaben werden noch weiter steigen, nachdem sie 2025 bereits auf 20 Milliarden Euro erhöht wurden. Darüber hinaus dürften staatliche Transferleistungen in Höhe von 8,3 Milliarden Euro kurzfristig zusätzliche Ausgaben anstoßen und so den fiskalischen Impuls verstärken.

Die Auftragseingänge im verarbeitenden Gewerbe legten im vierten Quartal gegenüber dem Vorquartal um 10 % zu – einer der stärksten Anstiege seit der Wiedervereinigung. In der Verteidigungsindustrie wurde ein 17 % höheres Ordervolumen für Metallprodukte (Waffen und Munition) verzeichnet, bei Militärfahrzeugen betrug das Auftragsplus sogar 113 %. Die Inlandsaufträge stiegen auf Dreimonatsbasis um 20 %, wobei die Nachfrage nach Metallerzeugnissen im Vergleich zum Vorjahr um 25 % zunahm.

Investment-Implikationen: Vorsicht bei der Duration, da die Fed die Zinsen leicht auf 3,25 % senken dürfte; Präferenz für hochwertige Kredite für Infrastruktur- und Technologieinvestitionen; Volatilitätsschübe zu erwarten, da die Märkte den Fokus von der Wachstumsdynamik auf die Staatsschuldenproblematik verlagern.

Mit zunehmender Dynamik im Jahresverlauf 2026 dürfte der fiskalische Impuls in Deutschland den vorsichtig optimistischen Ausblick für Europa untermauern.

Vom radikalen Kurswechsel der deutschen Finanzpolitik werden auch Deutschlands europäische Handelspartner stark profitieren.

2. Weiterhin nach unten gerichtetes Inflationsrisiko

Staatliche Ausgaben können jedoch inflationär wirken, insbesondere über die Energiemärkte. Niedrige Gasvorräte und der wachsende Strombedarf für Verteidigung, Infrastruktur und Elektrifizierung dürften die Industriestrompreise bis 2026 auf einem Niveau von über 80 Euro/MWh halten. Das ist deutlich mehr als der Preis von 60 Euro/MWh, der als Obergrenze für die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie gilt.

Die zunehmend gut gefüllten Auftragsbücher signalisieren, dass der Rohstoff- und Energiebedarf energieintensiver Branchen wie der Chemieindustrie ab Mitte 2026 wieder anziehen wird. Nachdem er über viele Jahre hinweg rückläufig war, wird der Stromverbrauch in Deutschland bis 2030 voraussichtlich um rund 10 % steigen.

Diese Dynamik macht zusätzliche kostendämpfende Maßnahmen wahrscheinlicher, um den Aufwärtsdruck auf die Preise abzumildern. Beispiele wären Preisdeckel oder eine Senkung der Stromsteuer.

Ein höheres Inflationsniveau und steigende Anleiheemissionen zur Finanzierung der Staatsausgaben könnten dennoch bis Ende 2027 für einen anhaltenden Aufwärtsdruck auf die Renditen deutscher Bundesanleihen führen. Wir gehen davon aus, dass die Rendite 10-jähriger Bundesanleihen Ende 2026 bei 3,15 % liegen wird, wobei eher mit Abweichungen nach oben als nach unten zu rechnen ist.

3. Anhaltende Spreadverengung in Spanien und Italien

In Spanien und Italien spricht die anziehende Konjunktur für eine weitere Spreadverengung. Die spanische Wirtschaft ist 2025 um 2,8 % gewachsen, während Italien trotz schwieriger Rahmenbedingungen im verarbeitenden Gewerbe ein überraschend solides Wachstum von 0,3 % verzeichnet hat.

Über ihre kurzfristige konjunkturelle Stärke hinaus profitieren diese Länder auch von positiven strukturellen Faktoren. Der IWF prognostiziert für Italien die deutlichste Verbesserung der makroökonomischen Fundamentaldaten bis 2030. Die Beschäftigung ist so hoch wie noch nie und die Haushaltslage hat sich deutlich verbessert: Das Haushaltsdefizit ist ein Jahr früher als erwartet unter die Schwelle von 3 % des BIP gesunken.

Vom radikalen Kurswechsel der deutschen Finanzpolitik werden auch Deutschlands europäische Handelspartner stark profitieren. Deutschland wird sein Haushaltsdefizit voraussichtlich auf rund 4 % des BIP erhöhen. Dadurch wird das Bruttoemissionsvolumen der Eurozone 2026 einen neuen Rekord erreichen. Der „ReArm Europe Plan“, der Investitionen von bis zu 800 Milliarden Euro in Europas Verteidigungsfähigkeit bis 2030 vorsieht, und das von der EU finanzierte Rüstungsfinanzierungsprogramm SAFE mit einem Volumen von 150 Milliarden Euro werden für zusätzliche Wachstumsschübe sorgen.

Die Region scheint in eine neue Phase einzutreten. Vor diesem Hintergrund könnte das günstigere makroökonomische Umfeld zu einer weiteren Spreadverengung führen, wobei der Abstand zwischen zehnjährigen italienischen Staatsanleihen (BTPs) und deutschen Bundesanleihen in Richtung 50 Basispunkte tendieren könnte.

Wir halten die Währungsstärke jedoch für unproblematisch, solange sie nicht zu Inflationseffekten führt.

4. EZB mit ausgedehnter Zinspause

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat ihren Leitzins im Februar zum fünften Mal in Folge bei 2 % belassen. Während Mitglieder des Zentralbankrats einräumten, dass der Ausblick aufgrund des „herausfordernden“ Handelsumfelds und der jüngsten Aufwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar „unsicher“ bleibt, betonte EZB-Präsidentin Christine Lagarde erneut, die Bank befinde sich in einer „guten Position“, um in der Zinspolitik erst einmal abzuwarten. Ihre Einschätzung folgte auf allgemein positive Wirtschaftsnachrichten für die Eurozone. Die Gesamtinflation fiel im Januar unter das 2-Prozent-Ziel der EZB, während die Kerninflation auf 2,2 % zurückging und das BIP-Wachstum mit 0,3 % im vierten Quartal etwas stärker ausfiel als erwartet.

Die Aufwertung des Euro schadet den Produktions- und Exportsektoren der Region und könnte deflationär wirken. Wir halten die Währungsstärke jedoch für unproblematisch, solange sie nicht zu Inflationseffekten führt.

Die besseren Wachstumsaussichten und der potenzielle Inflationsdruck bestärken die EZB in ihrer Neigung zu einer verlängerten Zinspause und untermauern unsere Erwartung eines moderaten Straffungszyklus ab Anfang 2027.

5. Aussicht auf Lockerung könnte Gilts stützen

Die Europäische In Großbritannien könnte die Bank of England angesichts des schwächeren Wachstums und der Abkühlung der zuvor sehr hohen Inflation eine akkommodierendere Politik verfolgen. Die Fiskalpolitik ist restriktiv, bremst das Wachstum und begrenzt das Risiko eines erneuten Inflationsschubs.

Die Nachfrage der Pensionsfonds nach langfristigen britischen Staatsanleihen (Gilts) ist weniger preisunempfindlich als in früheren Zyklen und die hartnäckig hohen Laufzeitprämien spiegeln die politische Unsicherheit wider. Das stimmt Anleger vorsichtiger gegenüber langlaufenden britischen Staatsanleihen.

Die besten Anlagemöglichkeiten sehen wir weiterhin in den mittleren Laufzeitsegmenten: Die Bewertungen sind günstiger, die Carry-Dynamik stärker und es besteht zusätzlicher Spielraum für die Einpreisung weiterer Zinssenkungen. In unserem Basisszenario gehen wir weiterhin von zwei Zinssenkungen im Jahr 2026 aus, wodurch der Leitzins auf 3,25 % sinken würde.

Fiskalische Bremseffekte und eine schwache Nachfrage stützen die expansive Ausrichtung der Geldpolitik. Bei einer weiteren Verschlechterung der Lage am Arbeitsmarkt wären zusätzliche Zinssenkungen denkbar. Aus Sicht der Zentralbank besteht das größere Risiko darin, die Zinsen zu spät zu senken, wenn sich die Wirtschaft bereits im Abschwung befindet. Vor diesem Hintergrund können langlaufende Gilts weiterhin taktisch interessant sein. Aufgrund der Unsicherheit hinsichtlich der Stabilität der Regierung bleiben wir jedoch eher verhalten. Dadurch überwiegen bei unserer Prognose einer 10-Jahres-Rendite von 4 % am Jahresende 2026 die Aufwärtsrisiken.

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