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Investitionen in Agrarland

Gelbes und grünes Ackerland

Wie können globale Direktinvestitionen in landwirtschaftliche Flächen zur Diversifizierung, zum Schutz vor Inflation und zur Erzielung von Renditen beitragen?

Bis zum Jahr 2050 dürften landwirtschaftliche Nutzflächen mehr als neun Milliarden Menschen ernähren müssen – ein Anstieg der Bevölkerung, der eine Produktivitätssteigerung von 60% in der Agrarwirtschaft erfordern wird.

Parallel ist davon auszugehen, dass die Mittelschicht in den Schwellenländern ihre Ernährungsweise weiter aufwerten und mehr Eiweiß zu sich nehmen wird – was wiederum den Druck auf die weltweiten Getreidevorkommen erhöht. Hinzu kommt, dass die Industrialisierung und Urbanisierung die begrenzten landwirtschaftlichen Anbauflächen der Welt weiter einschränken werden. Angesichts der zunehmenden Wasserknappheit werden agrarwirtschaftliche Regionen mit einer nachhaltigen Wasserversorgung aufgrund ihrer Agrarproduktion zu impliziten Wasserexporteuren.

Somit stellen Direktinvestitionen in weltweites Agrarland eine zunehmend attraktive Anlagemöglichkeit dar. Denn sie haben das Potenzial, stabile Kapitalrenditen zu erwirtschaften, weisen eine geringe Korrelation zu anderen Vermögenswerten auf und dienen als Absicherung gegen steigende Inflationsraten.

In weltweit diversifiziertes Agrarland investieren

Die Grundlagen von Angebot und Nachfrage sind positiv

In landwirtschaftliche Nutzflächen zu investieren heißt, unmittelbar an der weltweit steigenden Nachfrage nach Lebensmitteln teilzuhaben. Dabei werden sich die grundlegend positiven Entwicklungen, die bereits heute für eine Investition in diese Assetklasse sprechen, in Zukunft noch verstärken.

Eine wachsende Bevölkerung braucht mehr Nahrungsmittel

Nach Angaben der UNO wächst die Weltbevölkerung derzeit um jährlich über 67 Mio. Menschen. Somit werden landwirtschaftliche Erzeuger bis zum Jahr 2050 mehr als 9,7 Mrd. Menschen ernähren müssen. Der von der Global Harvest Initiative im Jahr 2019 veröffentlichte GAP-Bericht rechnet damit, dass zur Befriedigung der globalen Nachfrage im Jahr 2050 Agrarerzeuger ihre Produktion gegenüber dem Jahr 2010 verdoppeln müssten. Um dieses Ziel zu erreichen, ist ein durchschnittliches jährliches Wachstum der totalen Faktorproduktivität (TFP) von mindestens 1,73 % erforderlich, d. h. des Ertrags pro Einheit der in der Produktion eingesetzten Gesamtressourcen. Der Economic Research Service des USDA (des Landwirtschaftsministeriums der USA) schätzt, dass die globale landwirtschaftliche TFP seit 2002 um durchschnittlich 1,63 % pro Jahr gestiegen ist. Diese Wachstumsrate mag auf den ersten Blick nicht wesentlich niedriger erscheinen als die zur Deckung der künftigen Nachfrage benötigten 1,73%. Doch über einen Zeitraum von 40 Jahren gerechnet, bliebe die Produktion sechs Prozent hinter dem Ziel zurück. Die Hauptursache für diesen drohenden Fehlbetrag liegt in den steigenden Engpässen in Schwellenländern wie China und Brasilien. Angesichts der Einschränkungen in Schwellenländern, darunter auch die begrenzte Trinkwasserversorgung in China, stehen wir also weiterhin vor erheblichen Herausforderungen bei der Sicherstellung der notwendigen Produktivitätssteigerung. Das bedeutet: Vor dem Hintergrund des anhaltenden Bevölkerungswachstums und knapper Agrarflächen, müssen landwirtschaftliche Betriebe weltweit mit den gleichen Ressourcen mehr erzeugen. Folglich dürften die Preise für Anbauflächen weiter unter Druck stehen.

Vor dem Hintergrund des anhaltenden Bevölkerungswachstums und knapper Agrarflächen müssen landwirtschaftliche Betriebe weltweit mit den gleichen Ressourcen mehr erzeugen.
Eiweißkonsum in den Schwellenländern nimmt weiter zu

Eine aufkommende Mittelschicht in den Schwellenländern wird im Zuge ihres steigenden Wohlstands auch größere Mengen an Proteinen konsumieren. Nach Schätzungen der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) wird der Verzehr wichtiger Fleischeiweiße (Rind- und Kalbfleisch, Schweinefleisch, Geflügel und Lamm) in den Schwellenländern bis zum Jahr 2027 um 21% zunehmen. Zur Erzeugung von 500 Gramm Rindfleischprotein werden circa fünf Kilogramm Futtergetreide benötigt; somit geht eine Erhöhung des weltweiten Eiweißkonsums mit einem drastischen Anstieg der Getreidenachfrage einher.

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